Meine Damen und Herren,
wir haben uns heute versammelt, um die Vor- und Nachteile einer Tragödie wie Faust I herauszustellen.
Die einen sehen Faust als einen überkritischen Perfektionisten, der sich selbst im Weg steht. Die anderen sehen ihn als einen wissbegierigen Träumer.
Was er nun wirklich ist, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Meine Meinung aber steht fest!
Faust träumt vom Unerreichbaren und möchte über seinen Tellerrand hinausschauen. Was er aber wirklich tut, ist sich naiv auf den Nächstbesten einzulassen und, ohne groß zu überlegen, sich dem Pakt anschließt.
Er ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass er Mephistos wahre Absichten nicht erkennt.
Viele Leute sagen nun: Er ist ein Beispiel dafür, wie sehr die Gesellschaft sich ihr eigenes Glück verbaut, indem sie sich nicht mit dem zufrieden gibt, was sie hat.
Ich aber sage, man sollte sich nicht von seinen Träumen abbringen lassen. Man sollte weiterhin versuchen, sie zur Wirklichkeit werden zu lassen. Trotzdem jedoch sollte man seine Grenzen kennen und diese einhalten.
Tun Sie sich dieses Drama, welches einem die schlimmsten Szenarien ausmalt, also nicht an! Es zerstört bloß die Träume eines Jeden und die Hoffnung, dass Träume trotz allem eines Tages wahr werden könnten.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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